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KINDER VERDIENEN FRISCHE

Als wir vor etwa drei Jahren mit yamo gestartet sind, kannte uns kaum jemand ausser unsere Handvoll Social Media Follower. Eines Tages – und nicht lange nach unserem Go-Live – erhielten wir Post von einem grossen Unternehmen. Eines, welches damals grob geschätzt 10’000 mal mehr Umsatz machte als wir.

 

Leider war es weder eine Gratulation zu unserem Vorhaben noch eine Einladung zu einer Tasse Kaffee. Nein, wir erhielten unsere erste Abmahnung. Wir hätten damals niemals gedacht, dass wir bereits auf dem Radar der Grossen waren. Noch viel weniger hätten wir gedacht, dass sich ein Konzern für unsere Facebook-Posts interessiert und diese als Gefahr betrachtet.

 

Es blieb nicht bei dieser ersten Abmahnung, sondern es folgten noch fünf weitere. Thematisch bewegten wir uns immer im Bereich der Werbeclaims. Unseres Erachtens hätte ein Telefonat oder eine Mail auch gereicht: Anwaltspost muss nicht sein. Aber leider war das noch nicht alles.

 

Es wurde existentiell

 

“Wir sind game over”, das war das Erste, was wir dachten, als wir die Klageschrift liesen. Jup, wir wurden verklagt, und wieder vom selben Unternehmen – dem Marktführer. Im Falle einer Niederlage wäre uns der Verkauf unserer Produkte in Deutschland untersagt worden.Warum? Weil die Technologie, die wir nutzen nicht legal sein soll.

 

Für uns unvorstellbar. Aber dennoch waren wir verunsichert und hatten Angst um unsere Existenz und diejenige des Startups, welches wir mit so viel Überzeugung und Herzblut aufgebaut haben. yamo war das erste Unternehmen in Europa, welches Babynahrung nicht hitzesterilisierte, sondern auf die schonende Hochdruckpasteurisation (HPP) setzt. Die Technologie ist grossartig und wurde bereits viele Jahre erfolgreich für Fruchtsäfte eingesetzt.

 

Sieg vor Gericht im Dezember 2020

 

Seit damals gingen unzählige Schreiben zwischen uns und der Gegenseite hin und her. Die Anwaltsrechnungen stapelten sich und unsere Mitarbeitende hatten Angst um ihren Arbeitsplatz.Bis uns letzten Dezember die freudige Nachricht erreichte: das Gericht hat für uns entschieden! HPP ist natürlich legal, unsere Produkte ebenfalls. Die Erleichterung war unglaublich und es fühlte sich an, als wären Säcke voller Steine von einem genommen werden. Aufatmen: für’s erste haben wir es geschafft.

 

Damit dies hoffentlich so bleibt, haben wir entschieden, uns in einem offenen Brief an Claus und Stefan Hipp zu wenden. Wir erhoffen uns mit dem Schritt an die Öffentlichkeit vom Marktführer mehr Fairplay und weniger Konzern-Muskelspiele. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir besser Kinder statt Anwälte satt machen sollten.

 

Als Zeichen, dass wir es ernst meinen, spenden wir die 10’000 EUR, die wir im letzten Quartal für Anwälte ausgaben, an die Stiftung Kindergesundheit. Wir hoffen, dass die Herren Hipp es uns gleichtun, und wir uns alle wieder auf das fokussieren können, was wirklich zählt: tolle Produkte für Kinder entwickeln.

 

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DER BRIEF

SZLP
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